Rosa Tupá (*1925), Svoboda nad Úpou/Freiheit an der Aupa


"Mein Tagesablauf"

 

"Die paurische Sprooche beim Eikejfa"



Rosa Tupá, 1925 geboren, wuchs in Marschendorf (Horní Maršov) im Riesengebirge auf, wo der Vater an einer Brettsäge beschäftigt war. Nach der Schule leistete sie ihr Pflichtjahr in der Hauswirtschaft eines Wehrmachtsangehörigen. Danach kam sie nach Trautenau (Trutnov) und arbeitete als Telefonistin im Amtsgericht, bevor sie 1944 bei der AEG dienstverpflichtet wurde. 1944 musste die Familie ihre Wohnung verlassen, wurde aber nicht vertrieben, da die Mutter als Facharbeiterin in der Textilindustrie gebraucht wurde. 1946 kehrte ihr Vater aus dem Krieg zurück, der noch im März 1945 als 48-jähriger Mann einberufen wurde. Ihr Vater und ihr Bruder bekamen danach in einem Sägewerk Arbeit. Rosa Tupá selbst konnte in einer Papierfabrik in Freiheit (Svoboda) eine Anstellung finden, wo sie auch heute noch lebt. 1950 heiratete sie einen Slowaken, der 1945 nach der Vertreibung der Deutschen im Riesengebirge angesiedelt wurde. Zusammen mit ihm hat sie eine Tochter und einen Sohn. In der Papierfabrik arbeitete sie bis zu ihrem Renteneintritt. Seit 13 Jahren ist sie verwitwet und lebt allein. Ihren Dialekt konnte sie bis 1984 noch im häuslichen Rahmen sprechen und pflegen, bis ihre Mutter starb. An ihre zwei Kindern hat sie ihn nicht weitergegeben.

Wie heute ihr Tagesablauf aussieht und wie man in „paurischen Sprooche“ früher einkaufte, erzählt sie in ihrer Mundart.

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